Warmes Wasser löst Schmutz schneller, trocknet aber auch schneller an. Warum wir bei Glasflächen und PV-Anlagen trotzdem meistens zu kühlem Osmosewasser greifen.
Wer uns bei einer Reinigung zuschaut, fragt oft als Erstes: „Ist das Wasser warm?" Meistens nicht. Bei Photovoltaikanlagen, Glasflächen und hohen Fassaden arbeiten wir überwiegend mit kühlem Osmosewasser. Das hat einen ganz praktischen Grund, und der hat mehr mit dem Trocknen zu tun als mit dem Reinigen selbst.
Erst einmal: Was ist Osmosewasser eigentlich?
Wir stellen es vor Ort aus normalem Leitungswasser her. Eine Umkehrosmoseanlage filtert dabei fast alles heraus, was im Wasser gelöst ist, also Kalk, Salze und andere Mineralien. Übrig bleibt sehr reines Wasser. Den Unterschied sieht man, wenn es verdunstet: Leitungswasser hinterlässt auf einer Scheibe weiße Ränder, reines Osmosewasser fast nichts.
Deshalb müssen wir Glas und PV-Module nach dem Spülen auch nicht abziehen oder nachtrocknen. Bei einer Fassade weit oben wäre das mit der Drohne ohnehin nicht machbar.
Warum kühl und nicht warm?
Warmes Wasser trocknet schneller. Das klingt erst einmal nach einem Vorteil, ist es bei uns aber selten. Wenn im Sommer die Sonne auf eine Glasfassade oder ein Moduldach scheint, ist die Oberfläche ohnehin schon heiß. Kommt dann noch warmes Wasser dazu, trocknet es teilweise an, bevor der gelöste Schmutz ganz abgelaufen ist.
Die Flecken, die man danach sieht, kommen dann nicht vom Wasser. Es sind Staub, Pollen oder Reste von Belägen, die angelöst, aber eben nicht mehr weggespült wurden. Kühles Wasser bleibt etwas länger auf der Fläche stehen und nimmt diesen Schmutz mit nach unten. Auf einer kleinen Scheibe merkt man davon wenig. Auf ein paar hundert Quadratmetern Glas oder einem großen Hallendach schon.
Lösen ist nicht dasselbe wie Wegspülen
Man kann Reinigung in zwei Schritte teilen. Zuerst muss sich der Schmutz von der Oberfläche lösen. Danach muss er weg. Warmes Wasser hilft beim ersten Schritt, etwa bei Fett, Insektenresten oder klebrigen organischen Ablagerungen. Kühles Wasser hilft beim zweiten, weil mehr Zeit zum Abspülen bleibt.
Warmes Wasser ist also nicht schlecht. Es kommt darauf an, was auf der Fläche liegt und wie warm sie gerade ist. Bei stark verschmutzten Stellen kann es sinnvoll sein, anders vorzugehen. Das entscheiden wir am Objekt und nicht nach Schema.
Besonderheiten bei PV-Anlagen
Module werden in der Sonne sehr heiß. Einen großen Temperatursprung zwischen Wasser und Moduloberfläche wollen wir vermeiden. Deshalb reinigen wir PV-Anlagen, wenn es sich einrichten lässt, lieber am Morgen oder bei bedecktem Himmel. Das ist schonender für die Module und gut für das Ergebnis, weil das Wasser nicht sofort verdunstet.
Gerade bei großen Hallendächern hat die PV-Reinigung mit Drohne außerdem den Vorteil, dass niemand großflächig auf dem Dach herumgehen muss.
Wenn trotzdem Flecken bleiben
Sauber aufbereitetes Osmosewasser macht normalerweise keine Kalkflecken. Wenn nach einer Reinigung doch Spuren zu sehen sind, liegt es fast immer an etwas anderem: zu wenig Wasser, zu schnell gearbeitet, zu viel Sonne oder Schmutz, der nur angelöst wurde. Deshalb messen wir die Wasserqualität regelmäßig. Der sogenannte TDS-Wert zeigt, wie viele Stoffe noch im Wasser gelöst sind. Eine Osmoseanlage allein ist noch keine Garantie, das Wasser muss auch wirklich rein sein, wenn es auf die Fläche kommt.
Unterm Strich
Die Temperatur ist ein Baustein, aber nicht der wichtigste. Entscheidender sind reines Wasser, genug Durchfluss, ein ruhiger Arbeitsablauf und ein Blick aufs Wetter. Bei der Drohne kommen Abstand zur Fläche und eine saubere Flugplanung dazu. Kühles Osmosewasser ist für uns in den meisten Fällen die bessere Wahl, weil es uns beim Abspülen Zeit verschafft.
Wenn Sie wissen möchten, wie das bei Ihrem Gebäude aussehen würde, schauen Sie sich unsere PV-Anlagen-Reinigung, Glasreinigung oder Fassadenreinigung an, oder schreiben Sie uns einfach.
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