Für uns ist „chemiefrei“ kein Marketingbegriff. Es beschreibt unsere Vorgehensweise: Wir prüfen das Objekt und wählen dann den rein physikalischen Reinigungsweg. Nur wo es die Vorgaben von Herstellern oder die Gegebenheiten am Objekt erfordern, ergänzen wir gezielt.
Was „chemiefrei“ für uns bedeutet
Für uns bedeutet chemiefrei nicht, dass wir jede Substanz grundsätzlich ablehnen. Unsere Regel ist: Wir starten immer mit dem rein physikalischen Weg. Nur wenn Hersteller oder die Objektgegebenheiten es vorgeben, ergänzen wir gezielt. Das schont die Oberfläche und wir bringen keine Mittel auf, die später Probleme machen könnten.
Wir bereiten unser demineralisiertes Wasser in eigenen Osmose- und Diagnoseanlagen auf. Weil es keine gelösten Salze und Mineralien enthält, verdunstet es nach der Reinigung fast komplett rückstandsfrei. Oft unterstützen wir die Reinigungswirkung mit kontrollierter Prozesswärme. Dabei achten wir darauf, dass das Material nicht angegriffen wird.
So funktioniert physikalische Reinigung
Bei der physikalischen Reinigung wirken drei Dinge zusammen:
- Mechanische Wirkung: Die Drohne bringt das Wasser gezielt und mit dem richtigen Abstand auf die Oberfläche. Allein die Strömung löst schon lockere bis mittlere Verschmutzungen.
- Temperatur: Warmes Wasser senkt die Oberflächenspannung. Das hilft uns besonders bei fetthaltigen oder organischen Ablagerungen, weil ihre Haftung nachlässt.
- Reinheit des Wassers: Demineralisiertes Wasser verdunstet ohne Kalk- oder Salzrückstände zu hinterlassen. Das ist gerade bei Glas, PV-Modulen und heiklen Fassadenoberflächen ein großer Vorteil.
Der Vorteil des rein physikalischen Wegs ist klar: Es fallen keine zusätzlichen Reinigungsmittel an, die wir dosieren oder speziell entsorgen müssten. Das ablaufende Wasser enthält natürlich die Stoffe, die es von der Fläche gelöst hat. Das können Staub, Pollen, Ruß oder auch biologische Beläge sein. Ob dieses Wasser vor Ort versickern darf, in die Grundstücksentwässerung gehört oder in die Kanalisation eingeleitet werden muss, klären wir immer vorab mit dem Auftraggeber und bei Bedarf mit der zuständigen Behörde.
Was wir damit reinigen
Wir setzen die chemiefreie Reinigung in vielen unserer Einsatzbereiche ein:
- Fassadenreinigung: Glas, Metall, beschichtete Flächen und viele Natursteine reinigen wir meistens mit Osmose-Wasser und gezielter Wärme. Mehr dazu unter Fassadenreinigung.
- Glasreinigung: Besonders bei großen Glasfassaden und Atrien ist es ein großer Vorteil, dass wir ohne Arbeitsbühne ein streifenfreies Ergebnis liefern. Details finden Sie unter Glasreinigung.
- Industrieanlagen: Hallendächer, Silos oder Produktionsanlagen erreichen wir oft mit der Drohne, ohne dass Gerüste oder Hebebühnen den Betrieb stören. Mehr unter Industrieanlagen.
- PV-Anlagen: Photovoltaik-Module sind empfindlich gegenüber aggressiven Mitteln. Die rein physikalische Reinigung ist hier meistens der schonendere Weg. Siehe PV-Anlagen-Reinigung.
Weitere technische Details zum Zusammenspiel von Osmose-Wasser und Heißwasser lesen Sie in unserem Artikel Osmose-Heißwasser-Fassadenreinigung.
Wann eine Zusatzbehandlung sinnvoll sein kann
Manchmal reicht reines Wasser allein nicht aus. Das kann zum Beispiel der Fall sein bei:
- starken ölhaltigen Verschmutzungen,
- hartnäckigen Graffiti- oder Farbrückständen,
- Fassaden mit speziellen Beschichtungen, für die der Hersteller ein bestimmtes Mittel vorschreibt,
- besonderen Hygieneanforderungen, etwa in der Lebensmittelindustrie oder im Gesundheitsbereich.
In diesen Fällen prüfen wir gemeinsam mit dem Auftraggeber, ob und welche Mittel wir einsetzen können. Dabei achten wir genau auf Materialverträglichkeit, die Abwasserfrage und nötige Freigaben, zum Beispiel vom Gebäudebetreiber oder Fassadenhersteller.
Was wir für Umwelt und Material erreichen
Das chemiefreie Arbeiten hat für uns und unsere Kunden klare Vorteile:
- Weniger Belastung für Oberflächen: Beschichtungen, Dichtungen und empfindliche Materialien werden nicht zusätzlich chemisch beansprucht.
- Kein zusätzliches Reinigungsmittel: Wir müssen keine Reinigungschemie dosieren, lagern oder gesondert entsorgen. Die Frage, wohin das abfließende Wasser geleitet wird, klären wir davon unabhängig für jedes Objekt.
- Kürzere Stillstandzeiten: Da Einwirk- oder Nachspülzeiten für Chemie wegfallen, läuft der Betrieb oft schneller wieder normal.
- Planungssicherheit: Objekte in sensiblen Lagen wie an Gewässern, Biotopen oder in Gärten bekommen oft leichter eine Freigabe, wenn keine Chemie im Spiel ist. Die Frage der Entwässerung klären wir auch hier separat.
Uns ist dabei wichtig, klarzustellen: Es gibt keine Universallösung. Wir bewerten jede Fläche vorab und legen erst dann den passenden Reinigungsweg fest.
Chemiefrei als erste Wahl
Wir ziehen die chemiefreie Reinigung vor, weil sie oft die beste Balance aus Sauberkeit, Materialschonung und Umweltaspekten bietet. Sollte doch eine zusätzliche Behandlung nötig werden, ist diese Entscheidung für Sie transparent und wird mit Begründung dokumentiert. So ist der gesamte Prozess für alle Beteiligten nachvollziehbar, vom Auftraggeber über den Gebäudebetreiber bis zur Behörde.
Häufige Fragen
Bedeutet chemiefrei, dass garantiert keine Chemie zum Einsatz kommt?
In der Regel arbeiten wir rein physikalisch mit demineralisiertem Wasser und gezielter Prozesswärme. Nur wenn der Verschmutzungstyp, die Oberfläche oder Hersteller- und Objektvorgaben es erfordern, prüfen wir gemeinsam mit dem Auftraggeber eine ergänzende, materialverträgliche Behandlung.
Welche Verschmutzungen lassen sich chemiefrei entfernen?
Staub, Pollen, Ablagerungen von Saharastaub, Vogelkot, leichte Biofilme und viele atmosphärische Rückstände lassen sich in vielen Fällen mit Osmose-Wasser und mechanischer Wirkung lösen. Hartnäckige oder ölhaltige Verschmutzungen bewerten wir vorab separat.
Ist chemiefreie Reinigung für empfindliche Fassaden geeignet?
Ja, gerade deshalb bevorzugen wir diesen Weg bei Glas, Naturstein, beschichteten Metallfassaden und PV-Modulen. Weniger chemische Einflüsse bedeuten in der Regel weniger Risiko für Beschichtungen, Dichtungen und umliegende Pflanzen.
Wie hoch ist der Wasserdruck bei der chemiefreien Drohnenreinigung?
Der Druck wird je nach Oberfläche, Verschmutzung und Herstellervorgaben abgestimmt. Unsere technische Maximalleistung liegt bei 150 bis 200 bar*, im Einsatz wird der Wert oft deutlich niedriger gewählt.
Was passiert mit dem abfließenden Wasser?
Da wir keine Reinigungschemie zusetzen, enthält das Wasser keine Zusatzstoffe. Es kann aber Stoffe aufnehmen, die von der Fläche gelöst werden, etwa Staub, Ruß oder biologische Beläge. Ob eine Versickerung möglich ist oder das Wasser in die Kanalisation geleitet werden muss, hängt vom Objekt, der Flächenversiegelung und den örtlichen Entwässerungsvorgaben ab und wird vorab geklärt.
Wie kann ich mein Objekt prüfen lassen?
Senden Sie uns Fotos oder eine Kurzbeschreibung per E-Mail oder WhatsApp. In vielen Fällen reicht das für eine erste Einschätzung. Bei komplexen oder größeren Objekten besprechen wir einen Termin vor Ort.
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